Ich war 18 Tage im Himalaya unterwegs – was ich für mein Business gelernt habe!

Ich war 18 Tage im Himalaya unterwegs – was ich für mein Business gelernt habe!

Die Berge haben es mir angetan. Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal von der Annapurna-Runde in Nepal gehört habe, war ich total angefixt. In 18 Tagen einen 8000er umrunden, das war es! 2018 war ich in Nepal, mein Traum wurde wahr. 18 Tage war ich zusammen mit meinem Mann auf dem Annapurna-Curcuit unterwegs. Der Höhepunkte war die Überquerung des Thorong La Pass auf 5416m.

Warum erzähle ich dir das?

Auf dieser Tour habe ich eine Erkenntnis gewonnen, die mir klar gemacht hat, warum manche Projekte bisher bei mir nicht funktioniert haben.

Wir waren in dem Ort Manang auf 3500 m Höhe und es lagen noch fast 2000 Höhenmeter vor uns, bis wir den Thorong La Pass auf 5416 m überqueren konnten. In Manang waren zwei Übernachtungen eingeplant, damit sich unser Körper an die Höhe akklimatisieren konnten. Nachdem wir in Manang unsere Zimmer bezogen hatten, zogen wir nochmals unsere Bergstiefel nochmals an und stiegen wieder 300 m auf und ab. So ging es am nächsten Tag weiter, morgens 600 m Auf- und Abstieg und am Mittag dasselbe nochmals. Das Prinzip der Akklimatisation lautet: Go high – sleep low!

An diesem Tag machte es „Peng“ in meinem Kopf und mir wurde absolut klar: Wer „große“ Ziele erreichen will, braucht Phasen der Akklimatisation. Wer sich zu viel vornimmt und zu schnell an Höhe gewinnt, wird den Thorong La Pass nicht überqueren bzw. das gesteckte Ziel nicht erreichen.

Diese Situation ist typisch für mich und für viele meiner Kunden, die sich oft viel zu viel vornehmen, möglichst schnell vorankommen wollen und keine Phasen der Akklimatisation einplanen. Die Folge ist, dass Vorhaben scheitern und Frust zurückbleibt.

 

Was hat das Prinzip der Akklimatisation mit vielen unserer Projekte zu tun?

Ich möchte dir das an einem Beispiel zeigen. Im letzten Jahr hatte ich das Ziel, mein Online-Marketing zu verbessern. Bei der Recherche im Internet stieß ich auf einen absolut spannenden Kurs und habe mich gleich angemeldet. Der Kurs war auf 3 Monate angelegt, das war für mich überschaubar und es ging motiviert los: Ich habe die Unterlagen durchgearbeitet, mich mit anderen Teilnehmerinnen ausgetauscht und und und – dann kam der Abbruch und die Erkenntnis: Das Tempo war einfach zu hoch – es ging nicht neben meinem Fulltime-Job noch im Online-Marketing fit zu werden.

Wenn wir es mit meiner Erfahrung im Himalaya vergleichen, dann hatte ich die „Höhenkrankheit“, mein Kopf konnte das Tempo nicht umsetzen. Ich war total gefrustet und habe das Projekt in die Tonne getreten.

Was habe ich daraus gelernt?

Ich nehme mir viel kleinere Schritte vor, die ich in meinen Alltag integrieren kann. Übe neue Strategien intensiv, bevor ich etwas Neues starte, z.B. eine Gewohnheit wie „früher aufstehen“ oder jeden Tag „500 Wörter“ schreiben.

Wenn ich in Facebook oder im Internet auf ein Angebot stoße, das vollmundig erklärt, dass es total easy ist, ein großes Ziel zu erreichen, dann kann ich nur noch müde lächeln und lasse die Finger davon.

Auf diese Weise setze ich meine Vorhaben Schritt für Schritt um – das ist das Prinzip der

Akklimatisation: Gehe langsam aber stetig voran! Schau, wie es auf jeder „Höhe“ läuft!

 

Wo kannst du das Prinzip der Akklimatisation in deinem Alltag anwenden?

 

Autorennotiz

Marieluise Noack

Lösungsfokussiertes Coaching, praxisnahe Trainings & zielorientierte Moderation – online und im Raum Stuttgart & Heilbronn. Ich zeige dir, wie du Veränderungen erfolgreich anstößt und wirklich in die Umsetzung kommst – so dass alle davon profitieren. Organisationen entwickeln – Menschen stärken – Potenziale entfalten.

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